STRATEGIEN

Multi-Timeframe-Analyse (MTF)

Ein MTF-Bot nutzt den höheren Zeitrahmen als Richtungsfilter und den niedrigeren für einen präzisen, risikodefinierten Einstieg.

MTF-Diagramm mit EMA 200 auf 1H und Stochastic-Einstieg auf 5M
Der höhere Chart bestimmt die Richtung, der niedrigere den Einstieg.

Multi-Timeframe-Analyse trennt Marktrichtung und Ausführung. Der höhere Zeitrahmen erlaubt Long oder Short; der niedrigere sucht Pullback oder Ausbruch mit engem Invalidationspunkt. Beispielsweise erlaubt EMA 200 auf 1h Long nur oberhalb der Linie, während ein Stochastic-Cross auf 5m den Einstieg nach einem Rücksetzer taktet.

Zeitrahmen klar hierarchisieren

Nutzen Sie eine feste Kombination wie 1h und 5m/15m und testen Sie diese gemeinsam. Den 1h-Zustand erst nach Kerzenschluss verwenden. Definieren Sie Long, Short und Pause; Pause gilt bei wiederholtem Kreuzen der höheren EMA oder veraltetem Signal.

  • Long: Kurs über EMA 200, optional mit getesteter steigender Neigung.
  • Short: Kurs darunter; die Umkehrung eines Long-Regelsatzes braucht einen eigenen Test.
  • Der Trigger des kleinen Charts darf dem großen Trend nicht widersprechen.

Trigger im kleinen Zeitrahmen

Für Long kann ein bullisches %K/%D-Stochastic-Cross nach Pullback plus Schluss über lokalem Swing dienen. Länge, Glättung und Zone des Crosses sind wichtig: ein Cross unter 20 ist nicht dieselbe Regel wie eines in der Mitte. Nur geschlossene 5m-Kerzen verwenden.

  • Einen Einstiegstyp festlegen: Market, Stop über Bestätigungskerze oder Limit beim Retest.
  • Späte Signale verwerfen, wenn der Abstand zum Stop relativ zu ATR zu groß ist.
  • Positionsgröße aus dem Stop unter der 5m-Struktur berechnen.

Bot-Einstellungen und Ausstiege

Trendfilter, Trigger und Exit getrennt testen. EMA 100, SuperTrend oder Marktstruktur können Alternativen zu EMA 200 sein; am Einstieg eine Triggerfamilie statt vieler korrelierter Indikatoren wählen. Sicherheitsorders nur mit vorab begrenzter Gesamtexposure einsetzen, denn ein tiefes Grid widerspricht dem Präzisionsansatz.

  • Stop Loss hinter lokaler Invalidierung; für den Wechsel des höheren Trends eine separate Ausstiegsregel definieren.
  • Take Profit als getestetes Risiko-Multiple, höheres Niveau, Trailing oder Teilgewinn wählen.
  • Gebühren, Spread, Slippage und Börsenliquidität berücksichtigen.

Risiken

Mehr Charts schaffen keine automatische Sicherheit. Unfertige 1h-Kerzen, Zeitzonen und verschiedene Datenfeeds können Tests verfälschen. Auch ein starker Trend enthält tiefe Pullbacks. Kontorisiko je Idee begrenzen und Trend-, Range- und Newsphasen getrennt auswerten.

Fazit. Der höhere Zeitrahmen gibt die Erlaubnis, der niedrigere das Timing; Risiko wird am konkreten Einstieg kontrolliert.