BOT-STARTSIGNAL

CCI-Indikator

Der Commodity Channel Index (CCI) ist ein Oszillator, der misst, wie weit der Preis von seinem durchschnittlichen typischen Preis abweicht. Im ELIXOAI Startsignal-Editor steht ein CCI-Preset mit Kreuzung über −100 für Long bereit. Formel, Level −200/−100/0/+100/+200, Operatoren und Strategiebeispiele im Detail.

CCI-Indikator auf einem Kryptowährungs-Chart
Der CCI misst, wie weit der Preis von seinem Mittelwert entfernt ist - und hilft, überverkaufte und überkaufte Zonen für Bot-Startsignale zu finden.

In der Kategorie Start Bots Signal finden Sie Beschreibungen von Signalen und Indikatoren, die einen Trading-Bot starten können. Einer der technischen Indikatoren ist CCI (Commodity Channel Index).

Beim Erstellen und Bearbeiten jedes Bots gibt es unten in den Einstellungen den Block Startsignal-Editor. Dort können Sie einzelne Indikatoren, fertige Voreinstellungen und deren Kombinationen wählen. Bedingungen werden in Gruppen zusammengefasst: innerhalb einer Gruppe gilt UND, zwischen Gruppen ODER. Derselbe Indikator lässt sich unterschiedlich konfigurieren - für Long und Short, für Ausbrüche und Absprünge, für Levelvergleiche und Kreuzungen.

Was ist der CCI

Der CCI (Commodity Channel Index) ist ein Oszillator, den Donald Lambert 1980 entwickelte. Im Gegensatz zum RSI ist der CCI nicht auf 0–100 begrenzt: Er zeigt, wie weit der aktuelle typische Preis von seinem gleitenden Durchschnitt abweicht, gemessen in Einheiten der mittleren Abweichung.

Im ELIXOAI Startsignal-Editor dient der CCI als Bedingung für den automatischen Bot-Start. Ein Preset ist auf das klassische Long-Signal „Verlassen der Überverkauftheit“ - Kreuzung über −100 - eingestellt; der Indikator lässt sich aber vollständig anpassen.

Wie der CCI funktioniert

Der CCI basiert auf dem typischen Preis jeder Kerze und vergleicht ihn mit dem Durchschnitt über die gewählte Periode:

  1. Typischer Preis TP = (High + Low + Close) ÷ 3.
  2. SMA - einfacher gleitender Durchschnitt des typischen Preises über N Perioden (Standard N = 20).
  3. Mean Deviation - durchschnittliche absolute Entfernung jeder TP vom SMA über dieselbe Periode.
  4. CCI = (TP − SMA) ÷ (0,015 × Mean Deviation). Die Konstante 0,015 sorgt dafür, dass etwa 70–80 % der Werte in ±100 liegen.

Liegt der Kurs dauerhaft über dem Durchschnitt, steigt der CCI; liegt er darunter, fällt er. In starken Trends kann der CCI lange über ±100 bleiben - normales Verhalten.

Im Editor konfigurieren Sie eine Vergleichsbedingung: „CCI kleiner als −100“, „CCI kreuzt 0 nach oben“ usw. Der aktuelle CCI-Wert kommt über TAAPI von der Börse.

Typische CCI-Level

Lambert schlug ±100 als Grenzen „normaler“ Abweichung vor. In der Praxis nutzt man auch breitere Zonen:

  • +200 / −200: extreme Überkauft/Überverkauft; seltene, aber starke Counter-Trend-Signale.
  • +100 / −100: klassische Überkauft (+100) und Überverkauft (−100) Zonen; häufigste Schwellen für Kreuzungen.
  • 0: grobe „Neutrallinie“ - CCI über 0 bedeutet typischer Preis über dem Periodendurchschnitt.

Im Editor ist der Zielwert eine Zahl: −200, −100, 0, +100, +200 oder ein anderer sinnvoller Wert.

Unterschied zum RSI

RSI und CCI suchen oft ähnliche Zonen, werden aber unterschiedlich berechnet:

  • Skala: RSI 0–100; CCI ohne feste Grenzen, in Trends oft weit über ±100.
  • Berechnung: RSI vergleicht Gewinne und Verluste; CCI misst Abweichung vom statistischen Mittel.
  • Trend: RSI kann in Extremzonen „kleben“; CCI spiegelt anhaltende Abweichung vom Mittelwert.
  • Level: RSI 30/70; CCI ±100, ±200 und die Nulllinie.

CCI plus RSI in einer Gruppe liefern stärkere, aber seltenere Signale.

Parameter Periode

  • Bereich: 2 bis 300.
  • Standard: 20 - Lamberts Klassiker.
  • Kurze Periode (10–14): schnellerer CCI, mehr Signale und Rauschen auf 5m–15m.
  • Lange Periode (30–50): geglätteter CCI für 1h–4h Swing-Trading.

Die Periode hängt vom Zeitrahmen ab - bei Intervallwechsel Schwellen und Periode neu bewerten.

Fertige Voreinstellungen im Editor

Im Editor steht ein CCI-Preset für Long bereit; Operator, Level, Periode und Zeitrahmen sind frei änderbar.

CCI kreuzt −100 nach oben - Long (cci)

Standardbedingung: CCI kreuzt Level −100 von unten nach oben (15m, Periode 20, Prüfung beim Kerzenschluss).

Klassisches Signal „Verlassen der Überverkauftheit“. Weicher als striktes CCI < −200: Start bei ersten Erholungszeichen.

Preset für Long. Für Short z. B. cross down +100 oder CCI > +100 manuell setzen.

Operatoren für Long und Short

Neben Kreuzungen stehen Level-Vergleiche zur Verfügung:

  • Größer (gt): CCI strikt über dem Level. Long: gt 0; Short: gt +100.
  • Größer oder gleich (gte): CCI auf oder über dem Level.
  • Kleiner (lt): CCI strikt unter dem Level. Long: lt −100; Short: lt 0.
  • Kleiner oder gleich (lte): CCI auf oder unter dem Level.
  • Kreuzt nach oben (cross up): Long: cross up −100 (Preset), cross up 0.
  • Kreuzt nach unten (cross down): Short: cross down +100, cross down 0.

Level −200, −100, 0, +100, +200

Typische Kombinationen:

  • Long: cross up −100, lt −100/−200, cross up 0, gt 0 auf höherem TF.
  • Short: cross down +100, gt +100/+200, cross down 0, lt 0 auf höherem TF.

Allgemeine Editor-Einstellungen

  • Zeitrahmen (Intervall): 1m, 5m, 15m, 30m, 1h, 4h, 1d. Kürzere Intervalle liefern mehr Signale, aber mehr Rauschen. Swing-Bots nutzen oft 1h–4h, Scalping 5m–15m.
  • Prüfmodus: Bei Kerzenschluss - Prüfung nach Kerzenschluss, weniger Fehlauslösungen. Jede Minute - Prüfung innerhalb der laufenden Kerze, schnellere Reaktion, höheres Fehlstart-Risiko.
  • Operator: größer, kleiner, kreuzt nach oben/unten, größer oder gleich usw. legen fest, wie der Indikatorwert mit dem Ziel verglichen wird.
  • Zielwert: Zahl (z. B. 30 beim RSI), Indikatorlinie (z. B. %D beim Stochastic) oder Preis (bei Bollinger Bands).
  • Bedingungsgruppen: bis zu 3 Gruppen mit je bis zu 5 Bedingungen. Beispiel: Gruppe 1 - RSI < 30 UND Preis < unteres Band; Gruppe 2 - Stochastic < 20. Der Bot startet, wenn Gruppe 1 ODER Gruppe 2 erfüllt ist.

Einrichtungsbeispiele für verschiedene Strategien

Scalping auf 5m–15m

Long: CCI cross up −100, 5m, Periode 14, Schlussprüfung. Short: cross down +100. Filter: CCI 1h > 0.

Swing auf 1h–4h

Long: cross up −100 auf 4h, Periode 20. Short: cross down +100 auf 4h.

Tiefe Überverkauftheit (lt −200)

Long: CCI < −200 auf 15m UND RSI < 25. Short: CCI > +200 UND RSI > 75.

Short bei Überkauft (+100)

Short: cross down +100 auf 15m. Alternative: gt +100 - aggressiver.

Null-Kreuzung (Trend-Momentum)

Long: cross up 0 auf 1h. Short: cross down 0 auf 1h.

Trendfilter

Long: cross up −100 auf 15m UND CCI 4h > 0. Short: cross down +100 UND CCI 4h < 0.

CCI + RSI

Long: cross up −100 UND RSI < 30. Short: cross down +100 UND RSI > 70.

CCI + Bollinger Bands

Long: CCI < −100 UND Kurs unter unterem BBands-Band. Short: CCI > +100 UND Kurs über oberem Band.

±200 Extrem mit Kreuz-Bestätigung

Long: lt −200 auf 15m UND cross up −100 auf 5m. Short: gt +200 UND cross down +100 auf 5m.

Bedingungsgruppen: Praxisbeispiel

Gruppe 1: cross up −100 + CCI 4h > 0. Gruppe 2: lt −200 + Stochastic < 15. Gruppen mit ODER verknüpft.

Tipp
In starken Trends bleibt der CCI lange über +100 oder unter −100. Counter-Trend-Signale starten den Bot oft gegen die Hauptbewegung - ergänzen Sie höheren Zeitrahmen, Nulllinie oder zweiten Oszillator.